Mikronährstoffe für die Gesundheit

Orthomolekularmedizin - "der Quatsch mit den Vitaminen"

Eine „ausgewogene Ernährung“ soll ausreichend sein, um der Bedarf an Mikronährstoffe zu decken. Haben wir alle den gleichen Bedarf ? Die Deutsche Gesundheit für Ernährung DGE empfehlt den Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Warum gibt es in den letzten zehn Jahren eine Zunahme der ernährungsbedingten Erkrankungen ?

Bis zu 70% der Nahrungsmittel sind industriell weiterverarbeitet, raffiniert, gekocht und enthalten Zusatz- und Konsevierungsmittel als Dextrose (Zucker). Das Fleisch aus der Massentierhaltung enthällt 30% mehr Fett und keine Omega-3- Fettsären im Vergleich mit den wildlebenden Tiere. Der Überangebot an ballaststoffarmen Backwaren, Weißmehlprodukten führen zu einer ständige Erhöhung der Blutzuckerspiegels und zur Folgeerkrankungen (Adipositas, Diabetes, Hypertonie u.s.w.).

Sind die in den fünf Portionen Obst und Gemüse enthaltenen Mikronärstoffe in der Lage dieser Deffizit zu kompensieren ? Besonders, wenn sie selber eine hohe Konzentration an Pestizide, Pflanzenschutzmittel, Giftstoffe vorweisen ? „In 30 Karottenproben aus Baden-Wüttenberg, Bayern und Rheinland-Pfalz Wurden Ende 2011 und Anfang 2012 regelmäßig hohe Rückstände des Planzenschutzmittels Chlormequat nachgewiesen. Diese Mengen sind für die Gemüseanbau nicht zugelassen. In allen Proben bis auf drei, waren Pestizid- Spuren nachgewiesen. Spritzgifte, die in Deutschland verboten sind, waren in 21 Proben nachgewiesen.“ aus Öko-Test April 2012 „Die Bio-Karotten waren mit einem Pestizid und Pentachloranisol belastet.“ aus Öko-Test April 2012. Sehr hohen Nitratgehalte fanden sich auch laut den Untersuchungen von Öko-Test in den ausländischen Kartoffeln im Frühjahr 2012.

Die deutschen Tafeltrauben sind mit Pestiziden belastet, gaben Pressemitteilungen 2009 bekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlt den Verzehr von fünf Portionen „Obst und Gemüse“ jeden Tag

Ein Beispiel: Vitamin B 12

Vitamin B12 sinkt den Stickstoffmonoxid (NO) in den Mitochondrien, hemmt hiermit die Bildung von nitrosativen Stress, und hebt somit die Blockade in den Mitochondrienstoffwechsel ab. Vitamin B12 ist neben Folsäure einer der wichtigsten Methylgruppen-Donator und sorgt für die Zellerneuerung (die Myelinscheide in den Nervenzellen die z.B. bei MS immer dünner wird), die Synthese von Adrenalin, u.s.w. Fehlen Vitamin B12, Folsäure und Vitamin B6, können die Methylgruppen im Stoffwechsel nicht eingebaut werden und entsteht das toxische Homocystein. Homocystein ist toxisch für das Gefäßendothel (die Gefäßwand), die Gefahr ist eine erhöhte Thromboserate. Homocystein wirkt excitatorisch auf den Nervenzellen, mit der Folge der Zelluntergang und Hirnatrophie. Homocystein kann durch Vit.B12, B6 und Folsäure gesenkt werden, wenn sie in einer bestimmte Menge und Verhältniss zueinander gegeben werden.

Eine Studie von 2010 (randomisiert, plazebokontroliert)zeigt, dass die beschleunigte Rate der Hirnatrophie bei älteren Personen mit leichten kognitiven Einschränkungen durch die Gabe von Homocystein senkenden Vitamin B12, B6 und Folsäure verzögert werden kann. (PLoS one;2010; 5; e12244) Eine Dosisfindungsstudie ( 2005) hat gezeigt dass die optimale Dosis von Vit. B12, 500- 1000mikrog/Tag ist, und nicht 3 mikrog/Tag, wie von DGE empfohlen. (Arch.Intern. Med; 2005; 165; 1167-1172)

Vitamin B12 wird durch die Nahrung 99% aktiv pH- abhängig resorbiert und 1% passiv. (pH zeigt wie sauer oder basisch eine Flussigkeit ist, je niedriger das pH, desto sauerer). Die Magensäure ist sauer, hat einen niedrigen pH.

Medikamente wie PPI (Omeprazol, Pantoprazol), Metformin, Antibiotika, verändern das pH, mit der Folge, dass keine aktive Resorbtion von Vitamin B 12 mehr möglich ist. Durch ausreichende Dosis von Vit. B12 zu der Medikation dazu, erhöht man die passive Resorption. Kosten: 10-20 cent pro Tag bei orale Einnahme und 1,5€ bei i.m Gabe.